Bannerwerbung auf Google wird oft als sehr allgemeiner Begriff im Online Marketing eingesetzt. Dabei umfasst sie weit mehr, als es auf den ersten Blick scheint! Doch was steckt wirklich hinter dem Google Display Netzwerk und wie sieht die Werbung in diesem Netzwerk aus? Im folgenden Artikel wird nun auf diese Fragen näher eingegangen und ein kurzer Einblick in die benötigten Werbemittel zum effizientesten Einsatz von GDN-Werbung gegeben.

Was ist das Google Display Netzwerk (GDN)?

Das bereits erwähnte Google Display Netzwerk setzt sich aus einer wachsenden Anzahl von aktuell über 2 Mio. Webseiten, Videos und auch Apps zusammen. Diese einzelnen Kontaktpunkte treten als Werbepartner von Google auf und erhalten einen kleinen Anteil am CPC, sobald ein Nutzer auf eine Anzeige klickt. Insgesamt kann man über dieses Netzwerk knapp 90% der weltweiten Internetnutzer erreichen. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten zur gezielten Nutzeransprache, die mit vergleichbaren Targeting-Optionen nicht erreichbar sind.

Wie kann man Werbung im GDN schalten?

Prinzipiell kann im Google Display Netzwerk zwischen den folgenden vier Anzeigenformaten unterschieden werden:

1. Gmail-Anzeigen

Gmail-Anzeigen bieten die Möglichkeit, im oberen Tab der E-Mail Plattform erweiterbare Anzeigen zu schalten, um somit über eine Milliarde Nutzer von Gmail zu erreichen.

2. Interaktionsanzeigen

Interaktionsanzeigen werden als Anzeigen definiert, die auf Youtube und im GDN geschaltet werden und kreative Bild- und Videoanzeigen darstellen.

3. Klassische Bildanzeigen

Klassischen Bildanzeigen werden ausschließlich vom Werbetreibenden gestaltet und sind daher in der Darstellung selbst nicht durch Google beeinflusst. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass im GDN verschiedene Anzeigenformate eingesetzt werden, die auf das jeweilige Placement (Website oder App) angepasst wurden. Dadurch ist es erforderlich, mehrere Anzeigenformate zu generieren, die auf alle diese Plätze zugeschnitten wurden.

4. Responsive Display Anzeigen

Responsive Display Anzeigen sind eine Mischform aus eigenen Creatives und dem Einfluss von Google. Grund dafür ist, dass diese sich automatisch an den auf der Werbeplattform verfügbaren Platz anpassen. Sie sind somit vielseitig einsetzbar, schränken aber dabei die Gestaltungsfreiheit des Werbemittels nicht ein. Google bietet in diesem Fall die Möglichkeit, eigene Assets wie etwa Bilder, Logos, Videos und Texte zur Verfügung zu stellen. Diese werden anschließend durch Google in die passende Form gebracht. Die Anzeigen selbst verschmelzen augenscheinlich mit dem Content der Werbeplattform, da sich das Design, inklusive der Schriftart, an die Zielplattform angepasst.

Wie kann ich möglichst effizient Anzeigen im Google Display Netzwerk schalten?

Aufgrund der vielen Vorteile und der effizienten Nutzung von Responsive Display Anzeigen wird im Folgenden kurz erklärt, wie diese aufgebaut sind und wie sie bestmöglich gestaltet werden können.

Um als Werbetreibender Responsive Display Anzeigen schalten zu können, werden bis zu 15 Bilder benötigt:

Landscape

  • Format: 1,91:1 
  • Mind. Bildgröße: 600 x 314
  • Max. Dateigröße: 5.210 KB
Format Landscape (1,91:1)
Format Landscape (1,91:1)

Square

  • Format: 1:1 
  • Mind. Bildgröße: 300 x 300
  • Max. Dateigröße: 5.210 KB
Format Square (1:1)
Format Square (1:1)

Logo

  • Format: 1:1 / 4:1
  • Mind. Bildgröße: 128 x 128 / 512 x 128
  • Max. Dateigröße: 5.210 KB
Format Logo (1:1)
Logo
Format Logo (4:1)

Wichtig ist, dass möglichst wenig Text im Bild enthalten ist, da Google Sujets mit mehr als 20% Textanteil ablehnt. Unsere Empfehlung lautet daher, ausschließlich Störer am Bild zu verwenden, welche beispielsweise bestimmte Aktionen oder USPs der angebotenen Leistung hervorheben. Das kann sich im Anschluss auch positiv auf die Klickrate des Banners auswirken, da der Betrachter alle wichtigen Informationen auf einen Blick erfassen kann. 

Weiters können auch Videos, welche zuvor auf Youtube hochgeladen wurden, in der Responsive Display Anzeige hinterlegt werden. Die Videos dürfen jedoch nicht länger als 30 Sekunden sein. Darüber hinaus müssen die Videos in den Formaten 16:9, 1:1, 4:3 und 9:16 ausgespielt werden können. 

Im Anschluss werden nun Werbetexte hinzugefügt, um die Anzeige zu vervollständigen:

Kurzer Anzeigentitel

  • Max. Anzahl: 5
  • Zeichenbegrenzung: 30

Langer Anzeigentitel 

  • Max. Anzahl: 1
  • Zeichenbegrenzung: 90

Beschreibung

  • Max. Anzahl: 5
  • Zeichenbegrenzung: 90

Name des Unternehmens

Beispiele für Responsive Display Anzeigen

In weiterer Folge wird der Call-To-Action der Anzeige aus einer Liste von vorgegebenen Texten ausgewählt. Darüber hinaus kann man als Werbetreibender die primäre sowie sekundäre Farbe der Anzeige anpassen, wodurch das Corporate-Design auch in der Responsive Display Anzeige selbst dargestellt werden kann.

Wir empfehlen, Responsive Display Anzeigen immer einige Tage vor dem geplanten Start der Bewerbung im Google Ads Konto zu hinterlegen, da deren Überprüfung durch Google einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen kann. Weiters kann es passieren, dass die Texte in der Anzeige nicht den Richtlinien entsprechen. Dementsprechend müssen diese angepasst werden, was zu einer erneuten Überprüfung führt, die wiederum einige Zeit dauern kann.

Zusammengefasst bietet das Google Display Netzwerk eine gute Möglichkeit, um möglichst viele Nutzer zielgruppengenau zu erreichen. Responsive Display Anzeigen ermöglichen eine einfache Gestaltung von Werbeformaten, die saisonal und eventbezogen angepasst werden können. Durch das einfache Setup der Anzeigen hält sich der Aufwand in Grenzen, wodurch einem grafisch schönen und zeitlich effizienten Setup von Displayanzeigen nicht mehr im Weg steht!